Nachhaltigkeit erleben und Zukunft gestalten: SIS Schülerinnen und Schüler installieren Solaranlage

Wie lässt sich die Energiewende nicht nur im Unterricht erklären, sondern ganz praktisch erfahrbar machen? Eine Antwort darauf geben die Schülerinnen und Schüler der neunten Klasse der SIS in Kassel. Gemeinsam mit dem Verein SoLocal Energy e.V. beteiligen sie sich an der Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des benachbarten Kinderhauses Lumina auf der Marbachshöhe.

Anstatt die Montage ausschließlich Fachbetrieben zu überlassen, wird das Projekt bewusst als Mitmachbaustelle gestaltet. Unter professioneller Anleitung übernehmen die Jugendlichen selbst Aufgaben bei der Installation der insgesamt 72 Solarmodule. Dabei erhalten sie spannende Einblicke in die Funktionsweise erneuerbarer Energien und lernen, welche technischen und handwerklichen Schritte notwendig sind, um Sonnenlicht in Strom umzuwandeln.

Für die SIS Kassel ist die Beteiligung eine besondere Gelegenheit, schulisches Lernen mit konkretem gesellschaftlichem Engagement zu verbinden. Die Jugendlichen erfahren unmittelbar, wie nachhaltige Energieversorgung funktioniert und welchen Beitrag sie selbst zum Klimaschutz leisten können. Eigeninitiative, praktisches Arbeiten und die Auseinandersetzung mit Zukunftsfragen stehen dabei gleichermaßen im Mittelpunkt.

Das Vorhaben ist Teil der Zusammenarbeit zwischen der Stadt Kassel, der cdw-Stiftung und weiteren lokalen Partnern. Die Stiftung ermöglicht die Finanzierung der Anlage durch eine Förderung. Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Institutionen begrüßen insbesondere die Verbindung von kommunalem Klimaschutz und Bildungsarbeit. Das Projekt zeigt, wie durch gemeinschaftliches Engagement ökologische Ziele und praktische Lernerfahrungen miteinander verknüpft werden können.

Ein nachhaltiger Beitrag über das Dach hinaus

Die neue Photovoltaikanlage erstreckt sich über rund 120 Quadratmeter des begrünten Flachdachs des Kinderhauses Lumina. Mit einer installierten Leistung von etwa 27 Kilowattpeak (kWp) soll sie jährlich rund 26.000 Kilowattstunden Strom erzeugen.
 

Ein großer Teil der gewonnenen Energie wird direkt vor Ort genutzt: Etwa 65 Prozent des erzeugten Stroms können den Bedarf der Kindertagesstätte decken. Die darüber hinausgehende Energie fließt in den Bilanzkreis der Stadt Kassel und steht damit anderen kommunalen Gebäuden zur Verfügung.
 

Durch die Nutzung der Sonnenenergie lassen sich jährlich rund 17,8 Tonnen CO₂ einsparen. Damit leistet die Anlage einen messbaren Beitrag zu den Klimaschutzzielen der Stadt.
 

Für die Schülerinnen und Schüler bleibt neben diesen beeindruckenden Zahlen vor allem die eigene Erfahrung: Sie haben die Möglichkeit, an einem realen Zukunftsprojekt mitzuwirken und zu erleben, dass nachhaltige Veränderungen dort beginnen, wo Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen.

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